Nike – das Geheimnis hinter dem Logo
Die US-Firma Nike ist der erfolgreichste Sportartikelhersteller der Welt und zählt ähnlich wie die Unternehmen Coca-Cola, McDonalds oder Walt Disney zu den bekanntesten Marken der Erde. Fast jeder Mensch kennt den Namen Nike, und auch das Logo der Firma, der sogenannte Swoosh, wird sofort mit qualitativ hochwertiger Sportbekleidung in Verbindung gebracht. Doch wie kam es zu diesem großen Erfolg des Unternehmens, und welche Bedeutung steckt hinter dem Swoosh? Ein kleines Unternehmensportrait.
Mit Michael Jordan zum Erfolg
Die Gründung von Nike geht auf die beiden US-Amerikaner Philip Hampson “Phil” Knight und Bill Bowerman zurück, die sich im Jahr 1964 zusammentaten und ihr unternehmerisches Glück mit der Firma Blue Ribbon Sports begannen. Bowerman war zuvor als Sporttrainer an der University of Oregon in Eugene beschäftigt gewesen, Knight, ein gelernter Wirtschaftswissenschaftler, hatte zuvor als Wirtschaftsprüfer gearbeitet. Bereits in seiner Diplomarbeit hatte er sich mit dem Thema Sportbekleidung auseinandergesetzt und darin die Frage erörtert, warum die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma solch eine Dominanz auf dem US-Markt ausüben, und wie man dagegen angehen könne. Blue Ribbon Sports war zunächst als reine Vertriebsfirma tätig und brachte vor allem Produkte der Firma Onitsuka Tiger, heute Asics, an den Kunden. 1971 erfolgte die Umbenennung in den Namen Nike, was so viel wie Sieg bedeutet. 1972 wurde die erste eigene Kollektion in den USA vorgestellt, die dort schnell eine beachtliche Käuferschaft fand. Als Marketingkonzept überlegten sich Knight und Bowerman schon frühzeitig, bekannte Sportlergrößen mit ihrer Kleidung auszustatten. Einer der ersten war der Läufer Steve Prefontaine, der bei den Olympischen Spielen im Jahr 1972 in München auf der 5000-Meter-Distanz den vierten Platz belegte. Durch ihn wurden andere Sportler auf die Marke Nike aufmerksam, und der Umsatz der Firma begann zu steigen. 1978 wagte das Unternehmen den Sprung nach Europa. Der Aufstieg in die Weltspitze der Sportartikelhersteller gelang in den 80er-Jahren. Grund dafür war ein Vertrag mit der US-Basketball-Legende Michael Jordan aus dem Jahr 1984. Mit ihm entwarf Nike eine Kollektion, und Schätzungen zufolge soll Nike mit der Marke “Air Jordan” einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Dollar gemacht haben. 1989 gelang dem Unternehmen der Sprung an die Spitze der erfolgreichsten Sportartikelhersteller und konnte damit bis heute den Dauerkonkurrenten Adidas auf den zweiten Platz verdrängen.
Das Geheimnis des Swoosh und das Unternehmen heute
Der Swoosh, ein geschwungener Haken, wurde kurz nach der Umbenennung des Unternehmens in Nike eingeführt. Entworfen hat diesen die Grafikdesign-Studentin Carolyn Davidson, die dafür ganze 35 Dollar vom Unternehmen bezahlt bekam. Der Swoosh soll für Dynamik, Kraft und Bewegung stehen und ist später auch als eigener Begriff in der Grafikbranche eingegangen. Zunächst trat der Swoosh nur in Kombination mit dem Firmennamen Nike auf, heute symbolisiert er für sich alleinstehend die Marke. Der Swoosh zählt zu den bekanntesten Logos der Welt. Nike hat seinen Firmensitz in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 38.000 Mitarbeiter. In die Kritik gerät Nike immer wieder, weil die Firma vor allem in Indonesien auf unterbezahlte Kinderarbeiter zurückgreifen soll. Bowerman ist inzwischen verstorben. Philip Knight hat aber immer noch die Konzernleitung inne, die er sich zusammen mit Mark Parker teilt. Im Jahr 2011 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von mehr als 20 Milliarden US-Dollar.
Mit dem richtigen Marketing ans Ziel
Der Erfolg von Nike ist zweifelsohne das Werk der beiden Visionäre Knight und Bowerman, die vor allem dank guter Produkte und vor allem durch ein erfolgreiches Marketingkonzepte ihr Unternehmen an die Spitze der Sportartikelhersteller führen konnten. Nach dem gelungen Coup mit Michael Jordan setzten die Firma auf weitere Stars aus der Welt des Sports wie Tiger Woods, Lance Armstrong oder die brasilianische Fußballnationalmannschaft.
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31. Januar 2012